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Zum zweihundertstenmal Pontarlier und zurück - ein Reisebericht zweiter Teil

Am Sonntag vor meiner Reise nach Pontarlier, war ich von einem Freund einem Schweizer Brenner aus Fleurier im Val de Travers vorgestellt worden. Das Tal, das neben zahlreichen Schweizer Uhrmachern auch als Wiege des Absinthes bekannt ist. Als sich 2007 einige ehemalige Schwarzbrenner aus dem Tal der Illusion hingaben, sich den Begriff „Absinthe“ schützen zu lassen, hatte er bereits begriffen, daß das ein Irrweg war. Mir ist er durch ausgesprochen spezielle Etiketten aufgefallen. Da es für ihn wohl zu kompliziert ist, Ware über die Grenze von der Schweiz in die EU zu bringen, hat er kurzerhand eine neue Brennerei in Pontarlier eröffnet. Das hört sich zunächst nach wesentlich mehr an, als es tatsächlich ist. In einer kleinen Gasse in der Innenstadt von Pontarlier hat er seinen kleinen Kupferbrennhafen in einem ca. 25qm großen Ladenlokal aufgestellt. Ein schöner, kleiner, alter Tresen, ein kleiner Bistrotisch und zwei Stühle. Nebenan stehen noch zwei Regale in denen er Flaschen, Kräuter und alles andere lagert, was er für die Produktion benötigt. Seit kurzem füllt er seine Elixiere in der Schweiz und in Frankreich einheitlich in sehr speziell geformten Flaschen ab. Auch die Rezepturen unterscheiden sich diesseits und jenseits der Grenze nicht.

 Wir gingen in einem Restaurant essen, das ich bei einem vorherigen Besuch ausprobiert hatte und geschworen habe, dort nie wieder zu essen. Nun gut - eine weiter Chance kann man dem Etablissement ja geben und siehe da - war durchaus ok. Das Gespräch eröffnete mir die unglaubliche Vielseitigkeit dieses Mannes. Mir ist es ja lieber, jemand konzentriert sich auf das, was er am besten kann, aber vorschreiben kann man das ja niemand. Mal sehen, was aus seinen zahlreichen Projekten wird.

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Nach dem Mittagessen - um ca. 14 Uhr besuche ich noch einen Wein- und Spirituosenhändler im Ort um einerseits den Kontakt zu pflegen und anderseits noch eine Flasche Macvin zu kaufen - eine französische Aperitifspezialität, vor der in Deutschland vermutlich nur eine Handvoll Leute je gehört haben. Eine Mischung aus Marc de Bourgogne und süßem Traubensaft. Mit 17,5% vol. ist Macvin eisgekühlt ein, süßer Apero von dem man nicht mehr als ein, zwei Gläschen trinken sollte.

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Auf dem Rückweg mache ich noch einen kleinen Abstecher, um einen weiteren, neuen Brenner zu besuchen. War ich morgens der Ansicht, ich hätte das Ende der Welt erreicht, werde ich nun eines Besseren belehrt - um dorthin zu kommen muß man am Ende der Welt noch zweimal abbiegen. Eins ist ganz sicher - wenn man hier nachts vor das ca. 400 Jahre alte Bauernhaus tritt, weiß man was Dunkelheit wirklich bedeutet. Als ich aus dem Auto steige kann ich die Stille förmlich hören - wenn nur der Kettenhund nicht wäre… Nach einer Weile kommt tatsächlich eine Frau aus dem Haus, der ich kurz beschreibe, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Daraufhin holt sie ihren Mann, der sich wahrscheinlich in einem anderen Gebäude um die Kühe kümmert. Eine Türe wird geöffnet und ein kleiner Hofladen kommt zum Vorschein - ganz ähnlich wie heute Morgen, nur großzügiger und aufgeräumter. Ob ich die Brennerei sehen möchte - na klar, dafür bin ich ja hergekommen. Ein mobiler Kupferkessel steht in der Ecke. Neugierde auf beiden Seiten - wir unterhalten uns über Absinthe und stellen wohl beide fest, daß der gegenüber durchaus weiß, wovon er spricht. Eine kleine Degustation eröffnet, was ich vermutet hatte - rustikale, ehrliche Produkte. Nicht raffiniert, feingliedrig und ausgeklügelt, aber grundsolide, ehrlich und sehr lecker. Auch hier herrscht eine Atmosphäre, wie man sie bei den nicht mehr existierenden, Schweizer Schwarzbrennern aus dem Val de Travers hätte finden können. Charmant! Bei meinem nächsten Besuch im Januar werde ich sicherlich ein paar Kartons mitnehmen.

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So, nun wieder zurück nach Hause - nur ca. 200km und etwa 2,5 Stunden noch und ich befinde mich wieder am Ausgangspunkt meiner Tour. Ich weiß um das Privileg, regelmäßig solche Reisen zu machen, aber pragmatisch muß ich auch sagen, daß es nicht jedesmal so ein wunderschöner Tag ist und ich mir nur im Ausnahmefall soviel Zeit nehme. Oftmals sind es irre stressige Stunden, ohne Pause nur eben hin, einladen, weiter und wieder zurück, damit ich rechtzeitig wieder im Büro bin, um dem DHL Menschen, der um halb 3 kommt, unsere Pakete zu übergeben. Heute aber war es ein wunderschöner Tag, den ich mit meiner kleinen Familie und den beiden Mitarbeitern mit einem leckeren Abendessen im Kaiserstuhl ausklingen ließ.

 

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