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Was ist eigentlich: Whisky(e)y

Whisky oder auch Whiskey, gehört wohl zu einer der bekanntesten und ältesten Spirituosen. Woher dieses Destillat genau stammt, ob es nun Schottland oder Irland war, ist bis heute nicht restlos geklärt. Denn die ursprüngliche Bezeichnung Whisky leitet sich vom Schottisch-Gällischen "uisge beatha“, aber auch vom Irischen "uisce beatha" ab. Beide Bezeichnungen bedeuten Wasser des Lebens (lat. Aqua vitae). Ein Name wie ihn viele Destillate mit langer Geschichte tragen.

Geschichte: 

Der Ursprung des Whisk(e)y wird bereits im 5. Jahrhundert vermutet. Zu dieser Zeit hatten es sich viele christliche Mönche zur Aufgabe gemacht, das raue Volk der Kelten zu missionieren. Einer der bekanntesten Missionare dieser Zeit ist der Nationalheilige Irlands St. Patrick. 
Mönche verfügten über das Wissen der Herstellung von Arzneimittel und Essenzen. Das hierzu nötige technische Gerät brachten sie mit nach Schottland und Irland, so konnten in den Klöstern Arzneimittel und Pflanzenauszüge hergestellt werden. Wie oben bereits erwähnt, lässt sich nicht eindeutig sagen, wer den Whisk(e)y nun erfunden hat. Es wird allerdings vermutet, dass die Kelten sich das Wissen der Mönche zunutze machten und als Erstes die Flüssigkeit destillierten, die später als Whisk(e)y bekannt werden sollte.  

Das erste Mal urkundlich erwähnt wird dieses aquavite 1494. Viele Kloster verfügten zu dieser Zeit bereits über eigene Gasthäuser zu Versorgung der um das Kloster angesiedelten Menschen. In diesen Gasthäusern wurde auch das Aquavite ausgeschenkt, das in den Klöstern produziert wurde. In schottischen Steuerunterlagen lässt sich so im Jahre 1494 das erste Mal schriftliche Belege für die Herstellung von Whisky finden, als ein Mönch Malz kaufte und die Anweisung erhielt, in einem bestimmten Zeitraum das besagte Wasser des Lebens herzustellen. 

Das Wissen über die Herstellung des Destillates verbreitete sich schnell und so stellte bald jeder schottische Klan seinen eigenen Whisky her. 

Mit der Besiedelung Amerikas durch die Iren und Briten, gelangte der Whiskey auch auf den neuen Kontinent. Die ältesten Brennereien sind in Maryland Pennsylvania zu finden. Die Grundzutat Gerste aus der Heimat, wuchs in der neuen Welt allerdings eher schlecht als recht. Daher experimentierten die Bauern in Nordamerika mit Roggen und Weizen. 

Aus diesen Unterschieden in der Verwendung der Grundzutaten lassen sich Whiskies in verschieden Kategorien unterteilen. 
Da sich sowohl die Herstellungsmethode, als auch die Zutaten durch die Kategorien erschließen, werden wir hier nun die einzelnen Arten und Kategorien aufführen und näher beschreiben. 

Arten und Kategorien: 

Irish Whiskey 

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Wie der Name vermuten lässt, stammen diese Destillate aus Irland und es handelt sich hierbei um eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Als Rohstoff dient hier die Gerste, die gemälzt oder ungemälzt in die Destille gelangt. Dabei gilt die Regel, dass ein Erzeugnis aus 20 % bis 50 % gemälzter Gerste und einem Rest ungemälztem Hafer, Weizen oder Roggen hergestellt werden darf.
Destilliert wird zwei bis dreimal in einem kontinuierlichen Pot Still Verfahren. 
Nach der Destillation folgt die Filtration mittels Mikrofiltern, bei speziellen Sonderauflagen kann auch kühlgefiltert werden, oder der Whiskey ungefiltert weiter verarbeitet werden. 
Die Lagerung erfolgt über mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern.

Die Lagerung ist bei allen Whiskies von entschiedenerer Bedeutung. Denn diese Spirituose erhält durch die Lagerung ihre typischen Charakteristika. Ohne die Fasslagerung würde der Whisk(e)y eher an einen klaren Kornbrand erinnern. 

Nach der Lagerung wird das Destillat mit demineralisiertem Trinkwasser, auf Trinkstärke herabgesetzte und abgefüllt. Es lassen sich jedoch auch Fassabfüllungen finden. 
Der Alkoholgehalt liegt bei Irish Whiskey bei zwischen 40 % Vol. und 60 % Vol. 

Unterteilen lassen sich Whiskies aus Irland in folgende Kategorien: 

Single Malt: Für dieses Destillat wird ausschließlich gemälzte Gerste im Pot Still verfahren destilliert. 

Peated Single Malt: Auch hier wird nur gemälzte Gerste verwendet. Diese wird jedoch zusätzlich über Torf getrocknet. 

Blended: So werden Destillate bezeichnet, die sowohl aus gemälzter als auch ungemälzter Gerste hergestellt werden. Hierfür wird im Pot und Column Still Verfahren gebrannt und später die Erzeugnisse miteinander geblendet. 

Scotch Whisky:

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Auch diese Bezeichnung ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, weshalb sich nur jene Destillate Scotch nennen dürfen, die in Schottland destilliert und gereift sind. 
Unterscheiden lassen sich Scotch Whiskies bereits durch die Rohstoffe. Für Single oder Blendet Malts wird gemälzte Gerste verwendet. Für Blenden Scotch Whisky wird zusätzlich ungemälztes Getreide hinzugefügt. 
Bei die Malt Whiskies wird meist die zweifache Destillation in Pot Stills angewendet. 
Bei den Grain Whiskies kommt ein kontinuierliches Brennverfahren zum Einsatz. 
Ein Single Malt reift mindesten 3 Jahre in einem Eichenholzfass, sowie auch die miteinander verschnittenen Malt und Grain Erzeugnisse jeweils 3 Jahre in Eichenfässern gelagert werden müssen. 
Nach der Herabsetzung auf Trinkqualität mit demineralisiertem Wasser, weisen Scotch Whiskies meist einen Alkoholgehalt von 40 % Vol. bis 65 % Vol. auf. 

Schottischer Whisky lässt sich in folgende Kategorien unterteilen: 

Single Malt: Besteht aus gemälztem Gerstenbrand der zwingend aus einer Destille stammen muss. Erlaubt ist, einzelne Malts aus der selben Destille miteinander zu blenden. 

Blended Malt: Hier werden Erzeugnisse aus verschiedenen Destillen miteinander verschnitten. 

Blended Scotch: Ungemälzte Getreide Whiskies werden nach dem Reifen mit Erzeugnissen aus gemälzter Gerste verschnitten. 

Single Grain: Hierunter versteht man Whisky der aus Getreide, ungemälzter Gerste oder Mais in einer einzigen Destille hergestellt wird.

Blended Grain: Wie der Name vermuten lässt, werden hier Destillate die mindestens aus zwei Destillen stammen, miteinander verschnitten. 

Bei Scotch Whisky lässt sich weiter ein Unterschied in den Regionen der Herstellung aufzeigen. Es wird zwischen Highland und Lowland Whisky unterschieden. Dabei sind die Destillate aus dem Lowland meist etwas milder als Highland Whiskies. Eine weitere Besonderheit des Scotches ist die Verwendung von Torf zum Trocknen des Getreides. Je nachdem wie viel des Naturproduktes Torf dem Feuer zugegeben wird, desto intensiver wird später die rauchige Note im Whisky hervortreten.

Amerikanischer Whiskey

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Wie der Name wieder vermuten lässt, kommen diese Destillate aus den Vereinigten Staaten. Wie bereits beim Scotch lassen sich hier unterschiedliche Bezeichnungen aufgrund der verwendeten Rohstoffe finden. 
Für einen Bourbon oder Tennessee verwendet man mindestens 51% Mais und maximal 49% Gerste, Roggen oder Weizen. 
Der Rye muss mindestens 51% Roggen enthalten und darf dadurch höchstens 49% andere Getreidearten enthalten. 
Beim Wheat werden mindestens 51% Weizen verwendet und wieder höchstens 49% andere Getreidesorten. 
Zuletzt gibt es noch den Corn, der wie die bezeichnung schon verrät, aus mindestens 80% Mais bestehen muss. 
Bei einem Tennessee Whiskey wird ein Aktivholzkohle Filter aus Zuckerahorn verwendet. Bei allen anderen Kategorien wird mit Mikrofiltern gearbeitet.  Gelagert werden die Destillate für mindestens 2 Jahre in neuen Eichenholzfässern.  Alle Erzeugnisse, die unter 4 Jahren gelagert werden, müssen die Dauer der Reifung auf der Flasche aufweisen. Corn Whiskey darf auch in gebrauchten Eichenfässern reifen. 
Bereits vor der Reifung werden amerikanische Whiskies auf maximal 63 % Vol. herabgesetzt. Nach der Reifung werden die Destillate mit demineralisiertem Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt und abgefüllt. 
Daraus ergibt sich der Alkoholgehalt von 40 % Vol. bis maximal 63 % Vol. 

Bei amerikanischem Whsikey lassen sich folgende Kategorien unterschieden: 

Straight Bourbon / Rye / Wheat: bestehen aus mindestens 51% des Grundgetreides und werden auf maximal 80 % Vol destilliert. Reifen dürfen diese Destillate mindestens 2 Jahre in ungebrauchten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. 

Straight Tennnesse: Hierbei handelt es sich um eine geschützte Herkunftsbezeichnung, was bedeutet, dass diese Destillate in Tennessee hergestellt und destilliert werden müssen. Sie bestehen aus mindesten 51% Mais und werden auf maximal 80 % Vol. destilliert. Vor der Reifung wird mit Aktivkohlefiltern gefiltert. Die Reifungen erfolgt auch hier für mindestens 2 Jahre in neuen Eichenfässern aus amerikanischer Weißeiche.

Straight Corn: In der Maische müssen sich mindestens 80% Mais befinden. Destilliert und gelagert wird, wie beim Straight Bourbon, Rye oder Wheat.

Blended Whiskey: Hier wird mindesten 20% Whiskey mit neutralem Getreidealkohol verschnitten. 

Small Batch Bourbon: Hier handelt es sich um Destillate die in einer klein gehaltenen Auswahl an Fässern reifen und später geblendet werden. 

Geschütze Herkunftsbezeichnungen sind hier Bourbon und Tennessee.  Beim Bourbon müssen die Destillate aus den USA kommen, beim Tennessee muss der Whiskey aus dem Bundestaat Tennessee kommen. 

Kanadischer Whisky: 

Blog-Bild-4Canada

Diese Destillate werden in Kanada mit den Rohstoffen Roggen, Gerste, Mais oder Weizen hergestellt. Gerste kann hier in gemälztem oder ungemälztem Zustand verarbeitet werden. 
Destilliert wird in kontinuierlichem- und Pot Still Verfahren. 
Vor der Abfüllung müssen kanadische Whiskies für mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern lagern und werden mit demineralisiertem Wasser auf eine Trinkstärke von 40% Vol. bis 50% Vol gebracht. 

Unterschieden lassen sich folgende Kategorien: 

Blended Canadian: Hier ist kein Mindestanteil  an Getreide gefordert und so können verschiedene Getreidedestillate aus Eichenholzfässern miteinander verschnitten werden. 

Canadian Malt: Dieses Destillat ist ein in Eichenholzfässern gereiftes Destillat, das nicht geblendet werden darf. 

Japanischer Whisky: 

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In Japan hergestellt, gibt es unter diesen Vertretern in den letzten Jahren einige die für Furore gesorgt haben. Als Rohstoffe werden hier gemälzte Gerste (Single und Vatted Malts) oder ungemälztes Getreide und gemälzte Gerste (Blended) verwendet. 
Die Malt Whiskies werden zweifach in einem Pot Still Verfahren hergestellt. 
Grain Whiskies hingegen in einem kontinuierlichen Verfahren. 
Auch die Lagerung wird hier unterschieden, denn Single Malts müssen mindestens 3 Jahre in Eichenholzfässern lagern. Blended Whiskey hingegen wird aus Malt und Grain Whisky verschnitten, die jeweils mindestens 3 Jahre in Eichenfässern lagern durften.
Der Alkoholgehalt liegt bei japanischem Whisky bei 50 % Vol bis 65 % Vol und kann in folgende Kategorien unterteilt werden:  

Single Malt: Wie beim schottischen Vorbild werden hier Malts aus einer Destille miteinander verschnitten.  

Pure Malt: Hierfür werden Malts aus verschiedenen Destillen miteinander geblendet.  

Blended: Destillate aus ungemältzem Getreide werden nach der Reifung mit Erzeugnissen aus gemälzter Gerste verschnitten.  

 

Welcher Whisk(e)y der Beste ist, muss jeder nach dem eigenen Geschmack bestimmen. Sicher ist, dass es eine Vielzahl von Destillaten gibt die verkostet werden können und mit Sicherheit jeder das für sich geeignete Produkt finden kann.  

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