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Was ist eigentlich: Tonic?

Wer Gin sagt, muss auch Tonic sagen! Kaum ein Longdrink wird so gerne und so oft bestellt wie Gin & Tonic und das durch alle Altersschichten. 
Was genau Gin ist, haben wir hier bereits unter die Lupe genommen. Zeit auch den beliebten Filler etwas genauer zu betrachten und auf dessen Geschichte, sowie Herstellung einzugehen.

Das Tonic wurde nicht etwa erfunden, um Gin einen perfekten Begleiter zur Seite zu stellen, sondern vielmehr wurde Toinc Water entwickelt, um die Truppen in malariageplagten Kolonien vor der Krankheit zu bewahren.  Diese heilende Wirkung der Malaria gegenüber, erhält das Tonic Water durch den Zusatz von Chinin - der bis heute wichtigste Bestandteil von Tonic Water. Durch das Chinin erhält das Getränk seine bittere Note und sorgt ebenfalls dafür, dass unter der Einstrahlung von UV-Licht, das Tonic bläulich leuchtet. 
Chinin wird aus der Rinde des Cinchonabaumes, auch Fiberbaum genannt, gewonnen und kann in Form eines Pulvers als Extrakt oder als getrocknete Rinde, dem Tonic hinzugefügt werden.  
Dem zufolge ist Tonic Water ein mit Chinin, Aromastoffen und Kohlensäure versetztes Getränk.

Der Name Tonic bedeutet aus dem Englischen übersetzt so viel wie, kräftigend oder auch stärkend, was auf die vorbeugende Wirkung im Hinblick auf die Malaria Gefahr gesehen werden kann. 
Um den Schutz vor der gefürchteten Malaria zu gewährleisten, musste das bitter schmeckende Tonic regelmäßig getrunken werden. Man geht heute davon aus, daß Seeleute den bitteren Geschmack des Tonic Waters mit Hilfe von Gin "angenehmer" gemacht haben und kurzerhand einer der beliebtesten Longdrinks erfunden zu haben. Tatsache ist, dass Chinin lange die einzige wirksame Medizin gegen Malaria war und vermutlich bereits die Ureinwohner der Kolonien von der heilenden Wirkung der Rinde des Cinchonabaumes wussten.

Die historischen Tonics, wie sie zur Malaria Prophylaxe verwendet wurden, können nicht mit jenen der heutigen Zeit verglichen werden, denn der Chiningehalt hat mit der Zeit stark abgenommen, denn neben der heilenden Wirkung von Chinin, können bei Überdosierung, auch Nebenwirkungen auftreten. So sollten beispielsweise Frauen in der Schwangerschaft von dem Genuss absehen, da zum einen angenommen wird, das Chinin das Ungeborene abhängig machen kann, zum anderen Chinin muskelstimulierend wirkt und mitunter zur Auslösung der Geburtswehen angewendet wurde. 

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Wer nun das Tonic Water erfunden hat, kann nicht restlos geklärt werden, wobei man davon ausgeht, dass zwei Apotheker aus Frankreich (Jean Pierre Joseph Pelletier und Joseph Bienaimé Cavento) es 1820 erstmals schafften, fast reines Chinin, aus der Rinde des Fieberbaumes zu extrahieren. 
Das erste Tonic Water wurde im Jahre 1858 von Erasmus Bond präsentiert. Das bis heute bekannte deutsche Unternehmen von Johann Jacob Schweppes war zwar bereits seit 1831 Hoflieferant des englischen Königshauses, brachte seine mit Chinin versetzte Limonade jedoch erst 1870 in großen Mengen auf den Markt. 

Inzwischen ist die Auswahl an Tonic Water so groß wie jene der dazu passenden Gins. Jeder Hersteller spezialisiert sich heute darauf, ein spezielles Aroma herauszuarbeiten, um so einen perfekten Begleiter für verschiedene Drinks anzubieten. 

Wer im Internet nach einem Rezept für Tonic Water sucht, wird schnell fündig. Inzwischen gehört es schon fast zum guten Ton in einer Bar, ein eignes Tonic Water herzustellen. Wie auch in der Industrie, wird hier ein Tonic Sirup hergestellt, der dann nach Belieben mit Sodawasser aufgespritzt wird. 

Wir möchten einen Überblick über die Grundzutaten geben, die dann nach eigenen Vorlieben kombiniert werden können. 

Man benötigt zuerst einmal Wasser und Zucker, wie bei jeder Herstellung eines Sirups. Eine Faustregel bei der Herstellung von Sirups im Allgemeinen ist, Wasser und Zucker zu gleichen Teilen zu verwenden, bei der Herstellung eines Tonic, müssen jedoch zusätzlich zum Wasser andere verwendete Flüssigkeiten wie zum Beispiel Säfte beachtet werden. Auch kann der Sirup mit weniger Zucker zubereitet werden, da er ohnehin später mit Soda aufgegossen wird.  Weiter enthalten alle Rezepte Lemongrass, um dem Tonic Geschmack zu verleihen.
Zum Lemongrass kommen Zesten und Saft von Grapefruit, Orange, Zitrone und Limette. Wobei in manchen Rezepten nur eine Zitrusfrucht verwendet wird, oder nur die Zesten hinzugefügt werden. 
Für ein selbst hergestelltes Tonic sollte man hier experimentieren, welchen Geschmack man persönlich präferiert.  Die wichtigste Zutat darf natürlich nicht vergessen werden, denn die Chinarinde, macht dieses aromatisierte Wasser erst zum Tonic. Auch hier scheiden sich die Geister in den Rezepten. Manche verwenden getrocknete Chinarinde in Flakes oder als Stücke, andere schwören auf die Verwendung von Chininpulver, welches in der Apotheke erhältlich ist. Bei der Verwendung des Pulvers, sollte darauf geachtet werden die vorgegebene Menge des Rezeptes nicht zu überschreiten, da wie zuvor erwähnt, die Überdosierung des Chinins schädlich sein kann. 
Zusätzlich zu der verwendeten Zitrone und Limette, wird dem Tonic Zitronensäure zugefügt. 
Gewürzt wird der Sud nach belieben mit Pimentkörnern, Sternanis, Kardamom oder anderen Kräutern, Wurzeln oder Gewürzen, wie zum Beispiel Lavendel oder Rosmarin und etwas Salz. 

Auch in der Herstellungsmethode unterscheiden sich die Rezepte geringfügig. In manchen Rezepten soll der Zuckersirup getrennt vom Tonic zubereitet werden und erst nach Fertigstellung des Tonics in die Flüssigkeit gegeben werden. Andere Rezepte kochen die Kräuter und Gewürze bereits im Zuckerwasser.
Wer ein intensiveres Aroma wünscht, kann auch den Sud mit Gewürzen, Kräutern und Zitruszesten, vor dem Mischen mit Zuckersirup an einem kühlen Ort für 1-2 Tage ziehen lassen, bevor die Inhaltsstoffe herausgefiltert werden und der Zuckermischung beigefügt werden. 

Selbstgemachtes Tonic Water kann im Kühlschrank mehrere Monate aufbewahrt werden. 

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Grundsätzlich lassen sich Tonics in unterschiedliche Kategorien einteilen: 

Light Tonic:  Beschriebt ein Tonic, das eher zurückhaltend in der Wahl der Aromen ist und eine leichte Bitternote hat. Diese Tonics werden gerne verwendet, um einem Gin, der selbst schon eine Vielzahl an Aromen mitbringt, genug Raum im G&T zu geben.  

Dry Tonic:  Im Dry Tonic ist ein höherer Anteil von Chinin vorhanden, dafür weniger Zucker. Das Dry Tonic ist daher auch weniger Süß und eignet sich hervorragend für Gins die ohnehin schon selbst genug Süße mitbringen, wie zum Beispiel einem Old Tom Gin. 

Fruchtige / florale Tonics:  In diesen Tonics stehen florale Noten im Vordergrund und werden meist durch Lavendel, Blüten oder exotischen Früchten hervorgerufen. Neben den mediterranen, floralen Aromen sind auch einheimischer Blüten, wie zum Beispiel Holunder sehr gefragt. 

Herbe / würzige Tonics:  Tonic dieser Kategorie bestechen durch herbe Kräuter und Gewürze. Rosmarin, Thymian oder andere Kräuter, sowie Wurzeln (z.B. Enzian) oder Rinden werden hier als Aromageber verwendet. 

Allein diese Unterscheidung, der verschiedenen Kategorien von Tonic Water zeigt, dass jeder Gin mit einem entsprechenden Tonic kombiniert werden kann. Interessant sind auch Verkostungen, bei denen die Aromen der Gins mit unterschiedlichsten Tonics unterstütz werden, und einen völlig neuen Aromen Vielfalt entfalten können.   So findet jeder zu seinem liebsten Gin das perfekte Tonic, um den persönlichen Lieblings Gin und Tonic zu kreieren.

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