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Was ist eigentlich: Craft

Seit das Wort "Craft" mit der Bierwelle aus den USA in Europa angespült wurde, kann man sich kaum noch vor dem Begriff retten. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen und zu ergründen, wofür der Begriff ursprünglich eigentlich stand und was in Deutschland heute unter "Craft" verkauft wird.

Zuerst einmal möchten wir auf das Wort Craft und dessen Ursprung eingehen, bevor wir auf die unterschiedlichsten Kombinationen des Wortes, wie Craft Spirits, Craft Beer oder Craft Produkte eingehen möchten.  Da das Wort aus dem US Amerikanischen zu uns nach Europa gelangt ist, liegt es nahe, zuerst einmal die Übersetzung des Wortes zu betrachten. Schlägt man Craft in einem Wörterbuch nach, erhält man folgende Übersetzungen
Craft im Zusammenhang mit Fortbewegungsmitteln: Schiff / Boot / Flugzeug / Raumschiff. 
Diese Interpretation scheint sehr weit von dem entfernt zu sein, was wir mit dem Begriff in Verbindung bringen, schaut man jedoch auf die nächsten möglichen Übersetzungen wird schnell klar, wo dieses Wort seinen Ursprung nahm.  Craft als eigenständiges Wort im Zusammenhang mit tauschen / handeln: Das Gewerbe / die Zunft / das Handwerk.  Da es sich wohl, gerade in den Ursprüngen der Zivilisation, bei Arbeiten wie dem Bootsbau um reine Handarbeit handelte, wird klar, warum ein Boot beispielsweise als Craft Ship bezeichnet werden kann.
Craft steht weiter für die Kunst, sowohl Handwerkskunst als auch beispielsweise Schauspielkunst. Weiter kann das Wort craft im Englischen mit der Dichtkunst in Verbindung gebracht werden und steht für die kunstvolle Fertigung von Texten und materiellen Gütern. 

Hieraus lässt sich festhalten, dass im Englischen der Begriff craft, stark mit der händischen Fertigung und einem (handwerklichen) Talent in Verbindung gebracht wird. 
Nach der Betrachtung des Ursprungs, wollen wir nun schauen, was aus dieser Definition und dem Ursprung des Wortes in der deutschen Übersetzung geworden ist. 

Craft-Blog

Ist Craft in Deutschland das hippe Wort für Bio? 

Inzwischen liest man Craft nicht nur in den Produktbeschreibungen der verschiedensten Hersteller, nein um das Wort hat sich eine ganze Industrie neu formiert! Craft Spirit Auszeichnungen, Messen und Veranstaltungen sind keine Seltenheit mehr und finden sich nicht mehr nur in den Hotspots der Spirituosenindustrie. Kleine Städtchen und außergewöhnliche Locations ziehen die Craft-Jünger an und geben ihnen das Gefühl, mit der Natur verbunden zu sein.  Die modernen Hippies mit ihren Jutebeuteln, dem Faible für Naturkost und möglichst frisch zubereiteten Mahlzeiten to go, haben wohl den Grundstein für den Erfolg der Craft-Industrie in Deutschland gelegt. Moment, ist craft nicht das Gegenteil von Industrie?? Jain. 
Was hinter der Idee von Craft steht, ist weit abseits der Industrie, denn mit der zunehmenden Globalisierung und den großen Produzenten, die mehr und mehr kleine, regionale Unternehmen in die eigene Firmenstruktur eingegliedert haben, stieg vermehrt das Verlangen nach Individualität und Produkten, die Charakter haben und von Hand, mit viel Fleiß und Schweiß, hergestellt wurden. Am Besten noch nach einem alten Rezept der Oma, denn die wusste ja, wie man aus den Früchten im Garten den besten Schnaps herstellt. 
Das klingt schon ein wenig nach Bio, der eigene Garten, die Oma sammelt das heruntergefallene Obst auf und verarbeitet es gemütlich in der eigenen Küche. Eine Illusion, die unter dem Begriff craft hartnäckig aufrecht gehalten wird. Dennoch werden die meisten Craft Produkte nicht von Hand in der eigenen Küche hergestellt, sondern auf großen Produktionsanlagen. Nicht zuletzt, um die stetig steigende Nachfrage auch befriedigen zu können. Auch wenn man zur Verteidigung der Craft-Produzenten sagen muss, dass meist die Idee und die erste Charge in reiner Handarbeit und einer kleinen Experimentier-Küche entstanden ist. Doch gelangen diese Chargen nicht auf den Markt und dienten den Herstellern dazu, den Grundgeschmack zu bestimmen, der dann später in größeren Anlagen für den freien Markt produziert werden kann. 
Trotz alldem steht Craft in Deutschland für handgemachte Produkte, die in kleinsten Chargen mit Produkten aus der Region, die im Einklang mit der Natur und mit rein natürlichen Zutaten produziert werden. Alles quasi ein bisschen Bio, ein bisschen regionaler Bauernmarkt und ein bisschen Omas Rezepte von früher. Fertig ist das Craft-Produkt.  Im Grunde genommen könnte man craft als englisches Pendent zu artisanal betrachten.

Was bedeutet dies für den Konsumenten? 

Festzuhalten ist, dass teilweise viel Schindluder mit dem Begriff craft getrieben wird. Aber gilt dies nicht für alle in Mode kommenden Trends in der Lebensmittel- und Genussmittelindustrie? 
Nicht alles, auf dem Bio steht, ist auch Bio. Dies ist den meisten Konsumenten inzwischen bewusst geworden. So ähnlich verhält es sich auch mit craft. Nicht alles, auf dem craft drauf steht,  ist auch craft drinnen, beziehungsweise kann die Interpretation des Begriffes weitläufig ausgelegt werden. Der Begriff ist nicht geschützt und kann daher für die verschiedensten Marketingzwecke eingesetzt werden. Auch gibt es keine eindeutige Definition, was craft ist. Ob es hier nur um die Handwerkskunst in der Herstellung geht oder auch die Beschaffung der Rohstoffe auf handwerklich traditionelle Weise geschehen muss, oder die Produkte ausschließlich aus der Region stammen dürfen. 
Die Aufgabe der Selektion wird wieder dem Konsumenten überlassen, der sich leider viel zu häufig von geschickten Marketingmaßnahmen ködern lässt und auf das vermeidliche Craft-Produkt, das aus einer großen Fabrik stammt, setzt. 

Was bringt "Craft" den Produzenten? 

Zuerst einmal lässt sich mit dem Wort "Craft" viel Geld verdienen. Denn steht es nicht für rare Produkte die in Kleinstchargen, in Handarbeit und mit viel Schweiß produziert werden?! 
Der Preis lässt sich durch den Aufwand und die besonderen regionalen, nicht in massenverfügbaren Zutaten vor den Konsumenten rechtfertigen, die inzwischen nicht mehr unbedingt der Devise "Geiz ist Geil" folgen, sondern gerne Geld für Bio und Handwerk ausgeben. Der Perfekte Zeitpunkt, um mit "Craft" Geld zu verdienen.  Doch was ist mit jenen Herstellern, die wirklich auf traditionelle Anbaugebiete, handwerkliche Arbeit und die kompromisslose Produktion in kleinsten Chargen stehen? 
Alle über eine Kamm zu scheren wäre falsch, denn es gibt tatsächlich einige Hersteller, denen die Tradition und Region am Herzen liegt, meist jedoch schon einige Zeit länger, als der Trend zum Craft-Produkt existiert. 
Vor dem Kauf sollte daher etwas recherchiert oder zumindest ein zwei Sätze über den Produzenten gelesen werden, um zu verstehen, wo das Produkt seinen Ursprung hat und auf welche Kriterien bei der Produktion geachtet werden. Dann lassen sich auch wahre Schätze unter den Craft-Produkten finden.

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