Warum wir Amazon Pay nicht mehr anbieten

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Es war keine spontane Entscheidung.
Und auch keine emotionale.

Wir haben Amazon Pay lange angeboten, weil es für viele Kundinnen und Kunden bequem ist. Ein Klick, bekannte Oberfläche, schneller Checkout. Genau das, was man im E-Commerce eigentlich will.

Aber irgendwann haben wir uns eine andere Frage gestellt:

Wem hilft Amazon Pay langfristig – uns, unseren Kunden oder vor allem Amazon selbst?

Die ehrliche Antwort hat uns dazu gebracht, Amazon Pay auf absinthe.de nicht mehr anzubieten.


Bequemlichkeit ist kein Wert an sich

Bequemlichkeit ist ein Argument.
Aber kein Wert.

Im Onlinehandel wird Bequemlichkeit oft über alles gestellt: weniger Klicks, weniger Nachdenken, weniger Reibung. Das ist verständlich – aber es blendet etwas aus: Abhängigkeiten.

Mit Amazon Pay lagern wir einen zentralen Teil der Beziehung zu unseren Kunden an einen Konzern aus, dessen Geschäftsmodell nicht auf Partnerschaft beruht, sondern auf Dominanz.


Abhängigkeit ist kein technisches Problem – sondern ein strukturelles

Amazon ist nicht einfach ein Zahlungsanbieter. Amazon ist:

  • Marktplatz

  • Zahlungsdienstleister

  • Logistiker

  • Datenaggregator

  • Preisbenchmark

  • und direkter Wettbewerber

Diese Kombination ist das eigentliche Problem.

Wenn ein Unternehmen gleichzeitig Regeln setzt, Märkte kontrolliert und selbst darin agiert, entsteht ein Ungleichgewicht, das sich nicht durch „gute Zusammenarbeit“ lösen lässt.

Amazon Pay ist Teil dieses Systems.


Unser Problem ist nicht die Technik – sondern das Machtgefüge

Technisch funktioniert Amazon Pay gut.
Unser Thema ist ein anderes.

Amazon ist bekannt dafür, seine Marktmacht konsequent durchzusetzen – gegenüber Händlern, Lieferanten und auch Mitarbeitenden. Bedingungen ändern sich einseitig, Prozesse sind intransparent, Ansprechpartner oft nicht greifbar.

Das betrifft nicht nur kleine Händler. Es ist ein systemisches Verhalten.

Wenn ein Unternehmen groß genug ist, um sich faktisch über Branchenstandards, Marktmechanismen und teilweise auch über den Geist von Recht und Gesetz zu stellen, entsteht ein Monopolproblem – unabhängig davon, wie komfortabel die Lösung im Alltag erscheint.


Was das für uns als Händler bedeutet

Mit jedem zusätzlichen Amazon-Service wächst die Abhängigkeit:

  • wirtschaftlich

  • operativ

  • strategisch

Heute ist es der Checkout.
Morgen sind es Daten, Preise, Sichtbarkeit oder Erwartungen der Kunden, die nicht mehr wir, sondern Amazon prägt.

Wir glauben nicht, dass ein nachhaltiger Fachhandel so funktionieren sollte.


Und was das für unsere Kunden bedeutet

Auch für Kunden klingt „Einloggen mit Amazon“ zunächst praktisch. Der Preis dafür ist weniger sichtbar:

  • Daten landen bei einem Konzern, der sie systematisch monetarisiert

  • Kaufverhalten wird Teil eines Ökosystems, das Märkte lenkt

  • kleinere, unabhängige Händler verlieren Schritt für Schritt ihre Eigenständigkeit

Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden nicht nur Produkte verkaufen, sondern eine direkte Beziehung anbieten – ohne zwischengeschaltete Plattformlogik.


Warum wir trotzdem ruhig darüber sprechen

Wir verteufeln niemanden.
Und wir missionieren nicht.

Amazon Pay abzuschalten ist kein Protest, sondern eine bewusste unternehmerische Entscheidung. Für mehr Kontrolle, mehr Transparenz und mehr Fairness – im Rahmen dessen, was wir selbst beeinflussen können.

Wir arbeiten lieber mit Zahlungsanbietern, die:

  • nicht gleichzeitig Wettbewerber sind

  • keine Marktmacht ausnutzen

  • und deren Geschäftsmodell auf Dienstleistung basiert, nicht auf Dominanz (wir wissen, dass PayPal auch nicht alles perfekt macht, aber an Amazon kommt keiner ran)


Weniger Komfort, mehr Haltung

Ja, der Checkout ist jetzt vielleicht ein Klick länger.
Das halten wir aus.

Denn wir glauben:
Haltung schlägt Bequemlichkeit – zumindest langfristig.

Wenn du bei uns bestellst, entscheidest du dich nicht nur für Absinthe, sondern auch für einen bestimmten Umgang mit Markt, Macht und Verantwortung.

Und genau dafür steht absinthe.de.

Wir haben Amazon Pay lange angeboten, weil es für viele Kundinnen und Kunden bequem ist. Ein Klick, bekannte Oberfläche, schneller Checkout. Genau das, was man im E-Commerce eigentlich will.


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