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Wie kam es zur Gründung eines weiteren Vertriebskanals neben absinthe.de im Jahre 2009?

Nachdem ich etwa 9 Jahren lang ausschließlich Absinthe vermarktet hatte, kam durch einen Freund aus Kopenhagen der erste Gin ins Sortiment und ich öffnete die Firma ganz allgemein für eine Vielzahl neuer Produkte, die mit Absinthe nichts zu tun hatten. Die Leidenschaft zum Absinthe glühte nach wie vor, aber mir fehlte die Innovation, denn ich hatte den Eindruck im Bereich Absinthe alles gemacht und erreicht zu haben, was ich mir von Anfang an vorgestellt hatte. Die Entwicklung einer zweiten Vertriebsplattform war die logische Weiterentwicklung, denn wer würde unter einem Vertriebskanal "absinthe.de" nach einem Gin suchen?

Anfang Oktober 2009 war ich für eine Woche bei meinem amerikanischen Vertriebspartner Tempus Fugit Spirits in der Nähe von San Francisco. Als Brandowner von Absinthe Duplais, Brevans und Mansinthe war ich ein sehr gern gesehener Gast in den unzähligen Bars von San Francisco. Wir hatten jede Menge Spaß und ich lernte unglaublich viele Leute kennen. Leute mit eigenen Bars oder Bartender, die ihr Handwerk absolut verstanden! Für mich war diese Woche ein echter "Eye-opener".

Wieder zuhause angekommen, sah ich eine Reportage über verschiedene Gastronomiekonzepte in Hamburg, weil dort ein Absinthekunde von mir portraitiert wurde. Viel nachhaltiger als dieses Feature, war jedoch das über Jörg Meyers "Le Lion". Ich sah dort eine Bar auf dem Niveau der Bars, die ich in San Francisco kennen- und schätzen gelernt hatte, die auch noch meinen Namen trug! Der Zufall wollte es, daß ich einige Wochen später geschäftlich nach Hamburg musste. Also traf ich mich mit Jörg Meyer, allerdings ohne zu wissen, daß er einer der "Strippenzieher" der deutschen Mixology Szene ist. Wir verbrachten einen schönen Nachmittag in seiner Bar und unterhielten uns angeregt über Absinthe und Gin und noch so vieles mehr. Mir wurde allmählich klar, daß ich mich aus der Nische Absinthe hinaus bewegen sollte und das Angebot stark erweitern muß.

Rasch hatte auf den Ruf nach Gosling's Black Seal reagiert und auch Monkey 47 war neben einigen Obstbränden aus der Ortenau schnell in unserem Programm. Mit Gran Classico Bitter kam auch Tempus Fugit Spirits und Oliver Matter aus der Absintheecke heraus. Dieser hervorragende Turiner Bitter ist nach wie vor einer unserer absoluten Schwerpunkte.

Beim Absinthe hatte ich schon sehr früh angefangen, das Angebot konsequent auf höchste Qualität auszurichten und die "Entrylevel" Produkte weitestgehend außer Acht zu lassen. Genauso gehe ich auch bei Lion-Spirits mit den Spirituosen vor. Es würde ja auch keinen Sinn ergeben, würden wir auf Industrieprodukte setzen. Die dafür nötige Infrastruktur haben wir nicht und wollen das auch nicht. Vielmehr bieten wir ein Upgradesortiment an, das engagierten Bartendern die Möglichkeit gibt, klassische Drinks mit Zutaten zuzubereiten, die in der Authentizität und Qualität weit über das hinaus gehen, was Standardprodukte bieten.

Dieser Standpunkt gefiel auch einigen namhaften Leuten aus der Mixology Szene, mit denen ich nicht nur die Leidenschaft zu gewissen Spirituosen teile, sondern auch die Leidenschaft zur kompromisslosen Qualität. Das veranlasste beispielsweise Klaus St. Rainer, seine Sexy Bitters aus der heimischen Küchenproduktion in eine größere Produktion zu verlagern. Gemeinsam mit dem Kaiserstühler Jungbrenner Florian Faude wurde das Projekt Sexy Bitters verwirklicht. Zwischenzeitlich sind noch die OK Tropfen hinzugekommen und eine dritte Rezeptur ist im Begriff zu entstehen. Weitere Projekte mit Klaus St. Rainer befinden sich derzeit im Entwicklungsstadium.

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, der sich gerne im Urlaub jede erreichbare Brennerei ansieht und dabei mitunter die Geduld meiner Mitmenschen herausfordert. Vor Ort kann man am besten feststellen, wieviel eine Brennerei bietet. Handelt es sich bei den Produkten um Massenware, oder herausragendes Boutiquebusiness? Wir betreiben ja mit Lion-Spirits keinen industriellen Vertrieb, sondern quasi eine Liebhaberei. Wir teilen gerne die guten Dinge, die uns hier und da über den Weg gelaufen sind und sich letztlich in unser Lager "verirrt" haben. Hoffentlich können wir noch möglichst lang diesem Idealismus treu bleiben.

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