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Kräuterlexikon: Der Wermut

Die Eisheiligen haben über Pfingsten nochmal ihre kalten Winde über das Land geschickt und ihrem Namen alle Ehre gemacht. Hatte man vor Pfingsten schon den ersten Anflug des Sommers gespürt, sanken die Temperaturen in der letzten Woche vielerorts wieder unter die 10 Grad Marke.
Verwunderlich ist dies nicht, wird doch in den meisten landwirtschaftlichen Betrieben mit der Aussaat bis nach den berüchtigten Kalten Sophie, am 15. Mai, gewartet.

 

Nun sollte das kalte Wetter endlich vorüber sein, die jungen Pflanzen können ausgebracht werden und die Wildkräuter sprießen wieder auf den Wiesen. Passend zum Frühling möchten wir uns in dieser Woche daher den Kräutern widmen.
Viele Spirituosen, die heute aus den Bars nicht mehr weg zu denken sind, haben ihren Ursprung in der Medizin und wurden als Kräutertinkturen und Heilmittel entwickelt. Diese Wirkungen wurden ihnen meist durch die verwendeten Kräuter zugesprochen.
Ein Kraut, dem wahre Wunderkräfte nachgesagt wurden, ist der Wermut. Nicht umsonst heißt es in einem alten Sprichwort: „Wermut ist für alles gut“.
Bereits seit seiner Entdeckung wurde das bittere Kraut bei allen erdenklichen Beschwerden angewendet. So reichten die Behandlungen mit Auszügen des Wermuts von Verdauungsproblemen über Gelbsucht und Ohrenschmerzen bis hin zu offenen Wunden oder Quetschungen. Wie man erkennen kann ein weiteres Anwendungsspektrum, das kaum Grenzen kannte. Selbst bei Geburten wurde ihm eine Wehen fördernde und kreislauffördernde Wirkung nachgesagt.
Bis heute wird Wermut erfolgreich in der Homöopathie angewendet.

Der Wermut wurde nicht nur als Wunderheilmittel gesehen. In der Heiligen Schrift beispielsweise, galt Wermut, als Symbol für die Heimsuchung des Bösen und die Leiden des Lebens. Anzunehmen ist, dass daher auch die Aussage des sprichwörtlichen „Wermutstropfen“ rührt.
Getreu dem Sprichwort „Mit Wermut, den Schwermut zu vertreiben“ entwickelten die Schweizer den Wermutlikör. Hierfür wurde Wermut mit Gewürznelken, Weingeist, Zucker und Anisöl vermengt. Daraus entstand der allseits bekannte Absinthe, denn Absinthe aus dem französischen ins Deutsche übersetzt bedeutet nichts anderes als Wermut.

Wermut-Blog-1

Der übermäßige Konsum und damit einhergehende körperliche und geistige Verfall, führte weiter dazu, dass Absinthe und mit ihm der Wermut, in Ungnade fielen. Denn die oft als „Grüne Fee“ bezeichnete Wirkung des Absinthe wird von dem im Wermut enthalten Thujon hervorgerufen. Der Geschichte des Absinthe haben wir uns bereits hier im Blog gewidmet.

 

Die botanisch korrekte Bezeichnung des Wermuts ist: Artemisia Absinthium. Durch seine jahrhundertelange Anwendung bekam der Wermut jedoch eine Reihe an Beinamen und regionalen Bezeichnungen, wie Weiberkraut, Jungfernkraut, Besenkraut, Else, Eisenkraut, Gottvergessene oder Hilligbitter, um nur einige zu nennen. Wermut gehört zu der Gattung der Korbblütler und wuchs ursprünglich in Mittelmeerländern. Bereits im Mittelalter konnten Mönche die Heilpflanze in Mitteleuropa kultivieren und in Gärten ziehen.
Der Wermut bevorzugt warme und sonnige Standorte, sowie trockene, leicht kalkhaltige Böden, die keine Staunässe zulassen. Daher fühlt sich der Wermut besonders auf sandigen Böden oder Böden mit einem hohen Kieselgehalt sehr wohl. Angepflanzt werden können entweder Stecklinge oder Samen des Wermuts. Bei der Aussaht von Samen muss beachtet werden, dass es sich bei diesem Kraut, um ein Lichtkeimer handelt und daher die Samen auf der Erdoberfläche ausgebracht werden müssen. Die Keimzeit beträgt 10 bis 21 Tage.
Einmal im Garten ausgepflanzt, kann der Wermut dort überwintern, denn er ist winterhart und wächst im nächsten Jahr wieder nach.
Das Wermutgewächs ist ein, bis zu über einen Meter hoch werdendes Staudengewächs, mit einem verästelten Stängel, der typischerweise grün-weiß bis leicht silbrig ist, wie auch die Blätter an der Unterseite. Von oben betrachtet sind die Blätter graugrün, länglich und dreifach fiederspaltig.
Zur Blüte kommt der Wermut im Juni bis September. Die gelben Blüten zeigen sich, wie bei Korbblütlern üblich, in kleinen, kugeligen, hängenden Körbchen an langen Rispen.
Seine heilende und zugleich, bei übermäßigem Genuss, gefährliche Wirkung, verdankt der Wermut den enthaltenen Inhaltsstoffen. Neben ätherischen Ölen, wie beispielsweise Thujon, enthält der Wermut weiter eine hohe Konzentration an Bitterstoffen, wie Absinthin, und Artabsin. Weiter sind Flavonoide wie Artemistin, sowie Phenolcarbonsäuren im Wermut enthalten.
Geerntet werden die Blätter und Blüten des Wermuts im August. Am wirkungsvollsten sollen jene Pflanzen sein, die am Bartholomäustag, dem 24. August, gepflückt werden, was jedoch wissenschaftlich nicht belegt werden kann. Und doch trägt es weiter zu den vielen Mythen und Geschichten bei, die sich um dieses wundersame Kraut ranken. 

Wermut-Blog-2 

Abschließend ist zu sagen, dass man Wermut unbedenklich, beispielsweise als Tee, zu sich nehmen kann, denn in wässrigen Auszügen ist Thujon gar nicht oder nur in kleinsten Mengen enthalten.
Zu beachten gilt, wie bei den meisten medizinischen Produkten, Spirituosen und Naturheilmitteln, dass die Dosis das Gift macht.

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