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Kräuterlexikon: Der Anis

Ein Geschmack, den jeder kennt und der die verschiedensten Assoziationen hervorrufen kann. Sind es bei dem einen, die Erinnerungen an den letzten Urlaub in Griechenland, denken andere an die Weihnachtszeit und die Plätzchen ihrer Großmutter.
So unterschiedlich die Assoziationen sein können, so unterschiedlich sind auch die Anwendungsgebiete des Anis. Wir sind bereits auf Anis und dessen Verwendung im Absinthe und anderen Spirituosen eingegangen, denn dem Anis und dessen ätherischen Ölen ist es zu verdanken, dass der Louche-Effekt beim Verdünnen mit Wasser einsetzt.
Heute möchten wir ein wenig genauer auf die Heilpflanze Anis eingehen und dessen Besonderheiten sowie Anwendungsgebiete betrachten.

 

Allgemein:

Botanikern ist der Anis unter dem Namen Pimpinella anisum bekannt und gehört zu der Gattung der Doldenblütler. In dieser Gattung findet man weiter bekannte Heilpflanzen wie beispielsweise den Kümmel, Dill und Fenchel.

 

Wo das Heilkraut seinen Ursprung hat, kann heute nicht mehr mit Sicherheit beantwortet werden, jedoch wird vermutet, dass die Pflanze aus der östlichen Region des Mittelmeers kommt. In Ländern dieser Region, bis hin nach Westasien, lässt sich heute noch vereinzelt wilder Anis finden.
Kultiviert wird die Heilpflanze heutzutage meist in Russland, der Türkei, Italien, Indien, Syrien, Südostasien und Argentinien.
Regional können verschiedene Anissorten unterschieden werden. Diese Sorten unterscheiden sich durch den Gehalt an ätherischen Ölen. Syrischer Anis, beispielsweise kann bis zu 6% Anethol aufweisen, im Gegensatz hierzu enthält deutscher Anis meist nur 1,5 - 2 % des ätherischen Öles. Als Hauptbestandteile des ätherischen Öles lässt sich trans-Anethol nennen, hinzu kommt ein geringer Anteil cis-Anethol.

 

Anis als Heilkraut:

Schon seit Jahrhunderten wird Anis als Heilpflanze eingesetzt. Neben der krampflösenden Wirkung, ist Anis schleimlösend bei Erkältungen oder Entzündungen der Nebenhöhlen.
Das Einsatzgebiet von Anis reicht somit von Beschwerden des Magen-Darm-Traktes bis hin zum Abtransport des Schleimes aus den Bronchien.
Meist wird Anis als Tee oder als Auszug eingenommen. Ähnlich wie Fenchel und Kümmel, hilft Anis jungen Müttern bei der Milchbildung, weshalb die Kräuter als Teezubereitung sehr beliebt sind.

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Die Pflanze:

Anis ist ein einjähriges, krautiges Gewächs, das bis zu 70cm Wuchshöhe erreichen kann, meist jedoch eine Wuchshöhe von 25 - 60 cm erreicht.
Nicht nur der überirdische Pflanzenteil kann eine beachtliche Größe erreichen, auch die spindelförmigen Wurzeln reichen meist zwischen 50 und 60 cm tief in den Boden.
Erkennen lässt sich das Kraut durch den typischen, durch das Anethol hervorgerufenen Anisgeruch. Charakteristisch ist für die Anispflanze, neben dem runden, behaarten Stängel und den glatten Blättern, die Anordnung des Blattwerkes am Stängel. So sind bei diesem Heilkraut die untersten Blätter fein und erinnern eher an Nadeln als an ein typisches Blatt. In der Mitte hingegen ist das Blattwerk breiter und angeordnet wie ein Fächer. Zur Blüte hin werden die Blätter wieder feiner und in 2 bis 3 kleineren Fiedern angeordnet.
In der Blüte steht der Anis von Juni bis hin zum Ende des Septembers.
Die doldenförmigen Blüten des Anis sind reinweiß und in bis zu 15 Strahlen angeordnet. Der Anis ist ein Zwitterblütler. Die allseits bekannten braunen Anissamen bilden sich nach der Blüte. Botanisch betrachtet handelt es sich hierbei um Spaltfrüchte, bei der sich eine einzige Blüte in mehrere Samen spaltet und jeweils eine eigene Frucht ausbildet. Die eiförmigen Früchte der Anispflanze können zwischen 4 bis 5 mm groß werden.
Vorsicht ist geboten, da der Anis den giftigen Schierlingsfrüchten sehr ähnlich sieht und deshalb nicht selbst als Wildkräuter gesammelt werden sollten.

 

Die Kultivierung und der Anbau:

Auch wenn Anis bis heute in der Natur zu finden ist, handelt es sich hier um eine Heilpflanze, die nicht unbedingt als pflegeleicht gilt. Am liebsten hat das Kraut einen Standort in der Sonne und einen nährstoffreichen, sowie im besten Fall kalkhaltigen Boden. Möchte man Anis im eigenen Garten anbauen, sollte man zuerst die Beschaffenheit des eigenen Bodens untersuchen und bei Bedarf das Beet mit etwas Sand oder Tonmehl bearbeiten. Die Samen sollten zwischen April und Mai direkt in das vorbereitete Beet eingebracht werden, wobei die Samen keinen Frost vertragen und erst nach den Eisheiligen eingesät werden sollten. Eine Anzucht vor April kann in einem Gewächshaus vorgenommen werden.
Weiter muss darauf geachtet werden, dass Anis zu den Dunkelkeimern gezählt wird, weshalb der Samen mindestens 1 cm tief in die Erde gebracht werden muss. Dementsprechend kann es auch bis zu 5 Wochen dauern, bis der Keimling aus der Erde dringt.
Während der Wachstumsphase benötigt die Anispflanze kaum bis kein Dünger, sollte jedoch immer feucht gehalten werden. Staunässe muss jedoch vermieden werden, da dies den empfindlichen Wurzeln schaden kann.

 

Die Ernte:

Nach der Blüte lässt sich durch die Änderung der Färbung erkennen, wann mit der Ernte begonnen werden kann. Da es bei der Ernte meist um die kleinen, brauen Samen des Anis geht, ist es ratsam, die gesamte Pflanze zu ernten und dann zu trocknen. In trockenem Zustand lassen sich die Samen aus den Blüten herausdreschen und einsammeln.

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Anis und Sternanis:

Trotz des identischen Namens sind botanisch betrachtet Sternanis und Anis zwei unterschiedliche Gattungen. Der echte Sternanis und das hier vorgestellte Heilkraut haben neben dem Namen, lediglich das ätherische Öl Anethol als Bestandteil gemeinsam.

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