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Herstellerportrait: Stählemühle

Frankfurt, eine pulsierende Metropole in der sich Bänker, Manager und Verleger geschäftig tummeln. So auch Christoph Keller, der nach seinem Studium der freien Kunst und Kunstgeschichte den eigenen Verlag gründete und Kunstbücher verlegte. Doch wurde ihm und seiner Familie dieses Leben in der Großstadt zu hektisch. Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit für die Familie und das Leben selbst. Die Entscheidung stand fest, es sollte raus aus der Stadt gehen, den Kindern eine Kindheit auf dem Land und in der Natur ermöglichen. 
Eine Zeitungsannonce veränderte das Leben der Familie, nicht nur den Ort des gemeinsamen Lebensmittelpunktes.

   

Idyllisch gelegen, in den sanften Vulkanhügeln des Oberen Hegaus, steht die Mühle seit dem Jahre 1753/54. Zumindest lassen sich in dieser Zeit die ersten Aufzeichnungen über das Anwesen in den Büchern des Klosters Salem finden. Im Jahre 1876 übernahm die Müllerfamilie Anton Stähle die Mittlere Mühle und gab ihr ihren heutigen Namen "Stählemühle". Bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier neben Mehl auch Schnaps in einer Abfindungsbrennerei produziert. Hierfür wurde ein Brennhaus gebaut, in dem sich, neben dem Holzbackofen, auch die Gesellsenstube befand. Der Mühlenbetrieb wurde schließlich 1976 eingestellt. Die Tradition des Brennens wurde jedoch weiterhin betrieben und so konnte das Brennrecht aufrechterhalten werden.

Was es genau mit diesem Brennrecht auf sich hatte, wusste Christoph Keller nicht, als er die Anzeige über den Verkauf des Anwesens entdeckte. Doch schien dieses kleine, ruhig gelegene Stück Land, genau das Paradies zu sein, dass sich die Familie gewünscht hatte. So erwarben Christoph Keller und seine Frau Christiane Schoeller, das alte Mühlenanwesen und zogen vom geschäftigen Frankfurt in die ruhige Idylle der Stählemühle. 

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Kurz nach dem Einzug in das neue Domizil 2004, sollte sich auch das Mysterium um das Brennrecht lüften. So standen schon bald die Vertreter der deutschen Bürokratie, in Gestalt von Zollbeamten, vor der Tür der Stählemühle und machten Christoph Keller auf das, mit dem Grundstück erworbene Brennrecht, aufmerksam. Dem neuen Besitzer wurde erklärt, welche Auflagen und Verantwortungen mit dem Brennrecht einhergehen und dass er es ja sicher nicht behalten wolle. Der Instinkt Christoph Kellers riet ihm jedoch, das Brennrecht vorerst einmal nicht erlöschen zu lassen. So verneinte er direkt und sicherte zu, die erforderliche Menge Hochprozentiges herzustellen, um das Brennrecht nicht zu verlieren. Damit war der Grundstein für die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte der Stählemühle Brennerei gelegt. 

 

Durch den Sohn des Vorbesitzers konnte Christoph Keller lernen, die vorhandene Brennanalge zu bedienen und Kornbrand herzustellen. Mit wachsender Begeisterung fing Christoph Keller bald an neben Kornbrand auch alles andere zu destillieren, das ihm in die Hände kam. Das Brennen wurde zur Leidenschaft und Christoph Keller vom Verleger zum Alchemisten, der sich intensiv mit der Geschichte und Tradition der Kunst des Destillierens auseinandersetzte. Frei von Konventionen, lediglich dem Ehrenkodex der Brenner verpflichtet, brannte Christoph Keller bald herausragende hochprozentige Köstlichkeiten. Zuerst im Familien- und Freundeskreis beliebte Geschenke, konnten die Destillate baldauch bei Wettbewerben immer mehr Auszeichnungen sammeln.  Bereits 2013 wurde Christoph Keller bei der Destillata in Österreich mit Silber in der Kategorie "Edelbrenner des Jahres" ausgezeichnet und zum besten Brenner im deutschsprachigen Raum ernannt. Eine unglaubliche Errungenschaft für jemanden, der sich das Brennen autodidaktisch angeeignet hat. Noch nie hatte eine deutsche Brennerei so viele Medaillen und Auszeichnungen abgeräumt. 
Nicht umsonst ist Christoph Keller auch am Erfolg des bekannten Schwarzwald Gins Monkey 47 beteiligt. Gemeinsam mit dem Gründer, Alexander Stein, tüftelte Christoph Keller 2 Jahre an der Rezeptur für das feine Wacholderdestillat. 

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Die erhaltenen Auszeichnungen bedeuteten allerdings auch, dass seine außergewöhnlichen Brände immer beliebter wurden. So verwenden beispielsweise Spitzenköche Brände, wie den Lavendelgeist,zur Kreation von außergewöhnlichen Speisen. 
Christoph Keller hat fast alles destilliert, was man in einen Brennkessel geben kann und blickt stolz,auf ein Sortiment von fast 200 verschiedenen Destillaten. Egal wo Christoph Keller ist, er hält immer die Augen offen um neue, wild wachsende und seltene Beeren oder Obstsorten zu finden und deren Essenz heraus zu kitzeln. Viele der Destillate können daher auch nur in kleinsten Chargen produziert werden und ergeben nicht mehr als 10 bis 20 Flaschen, die meist schon vor der endgültigen Abfüllung verkauft sind.

 

Christoph Keller beherrscht wie kaum ein anderer Distiller, die Fähigkeit, die puren Aromen und Noten der Grundstoffe in seinen Destillaten einzufangen. Verkostet man beispielsweise eine sizilianische Blutorange, so hat man das Gefühl, in die vollreife und frische Frucht zu beißen, die so süß und schmackhaft ist, wie es nur die frisch gepflückten Früchte des Baumes sein können. 
Erreicht wird diese unglaubliche frische und geballte Aromenvielfalt, da nur die besten, handverlesenen und ausgereiften Früchte, sortenrein in die Brennanlage gelangen. Beispielsweise finden sich auch die verschiedensten Birnenbrände im Sortiment der Stählemühle. Alle sortenrein hergestellt aus alten, fast ausgestorbenen, heimischen Birnensorten. So konserviert Christoph Keller mit seinen Destillaten auch einen Teil der botanischen Geschichte Süddeutschlands. 
Christoph Keller legt viel Wert auf die Qualität und Herkunft seiner Grundprodukte und bezieht diese, aus den Regionen, in denen sie beheimatet sind und die besten Voraussetzungen zum Wachsen haben.  Der Idealzeitpunkt für die Ernte ist der Zeitpunkt, in dem die Obstsorten fallreif sind, weiß der begnadete Destillateur. Kein Fallobst, aber Früchte, die quasi gerade bereit sind, vom Baum zu fallen. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um die besten Voraussetzungen für Brände und Geiste zu haben. 
Besonderheiten, wie die heimische Vogelbeere, sammelte die gesamte Familie früher gemeinsam. Ein Tipp von einem Bekannten oder Nachbar reichte und die Familie machte sich auf den Weg, selbst die wild wachsenden Früchte zu ernten. Heute hat Christoph Keller das Glück, dass er viele Bewunderer und Unterstützer hat, die ihm die Ernte ihrer eigenen Obstbäume direkt auf den Hof bringen. 

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Die Destillate, die auf dem geschichtsträchtigen Grund der Stählemühle entstehen, sind kostspieliger als die meisten Industrieprodukte, was natürlich, mit dem außerordentlichen Handwerk und den sorgfältig ausgewählten Zutaten liegt. Die Entscheidung für einen Brand der Stählemühle, erklärt Christoph Keller, sei eine Investition und eine Entscheidung fürs Leben. Die Brände können über Jahre hinweg, in den Flaschen weiter heranreifen und immer wieder neu verkostet werden und so, den Liebhaber über Jahrzehnte begleiten. Wer sich für einen solchen Brand entscheidet, der möchte nicht einen Schnaps trinken, sondern die Aromen der Grundstoffe, dieser herausragenden Destillate, genießen.
Diese Brände haben kaum noch etwas mit dem Schnaps nach dem Essen oder dem einfachen Digestif zu tun. Im Gegenteil die herausragenden Aromen können die Sinne beflügeln und vermitteln die ungetrübten Aromen der Grundprodukte. 
Um seine Erzeugnisse möglichst lange aufbewahren und genießen zu können, empfiehlt Christoph Keller, die Brände bei gleichbleibender Zimmertemperatur, an einem geruchsneutralen und dunklen Ort aufzubewahren. Lediglich einige Obstgeiste, sowie beispielsweise der Williams Christ, sollten direkt getrunken werden, da diese, durch die Oxidation, die feinen Aromen verlieren würden. 

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