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Herstellerportrait: Gents Swiss Roots Tonic

Herr Hildebrandt, bevor Sie Ihr Start Up "Gents GmbH" gegründet haben, waren Sie als Journalist und Chefredakteur tätig. Was hat sie dazu bewogen, Ihren Job aufzugeben und unter die Start Up Unternehmer zu gehen?

Der Printbranche gehörte über viele Jahre hinweg meine Leidenschaft und ich blicke gerne auf meine Jahre als Journalist zurück. Als Chefredaktor fühlte ich mich – und war es auch – gegenüber den Veränderungen in der Printlandschaft vollkommen ohnmächtig  und ich spürte, dass die Zeiten nicht mehr besser würden. Dass ich 2011 versuchte, ein Schweizer Tonic Water zu konzipieren und auf den Markt zu bringen, war jedoch kein Ausfluss dieser Entwicklung, sondern eher meiner bis heute wachsenden Freude am Kulinarischen, und na ja: Auch am Genießen von Gin Tonic.

 

Meist reifen Ideen zu neuen Produkten über eine längere Zeit im Verborgenen, bis man sich traut, den ersten Schritt zu gehen und seine Ideen in Taten umzusetzen. Wie lange hat dieser Prozess bei Ihnen gedauert?  

Am Morgen nach der Geburtstagsfeier meiner Gemahlin räumte ich mit meinem guten Freund Claude Stahel die Party Location auf und unterhielt mich mit ihm über seine Kaffeemarke «Black & Blaze», seine Gründung nach einer erfolgreichen Karriere als Fotograf. Mehr im Spaß und wohl vom Abend zuvor noch heiter meinte er, ich sollte doch ein Schweizer Tonic Water auf den Markt bringen. Der Rest war dann Zähigkeit und Wahnsinn in beliebiger Reihenfolge.

 

Die meisten Tonics auf dem Markt werden mit Maisglucose Sirup gesüßt. Im Gents Tonic sucht man vergebens danach. Warum haben Sie sich entschieden, auf Maisglucose Sirup zu verzichten und statt dessen Schweizer Rübenzucker zu verwenden? 

Maisglucose Sirup ist eklig und gehört zu den ungesündesten Zuckerarten, zumindest gemäß der aktuellen Forschung. Vermutlich kommt man mit GMO in Kontakt, wenn man ihn verwendet. Man will ja Gin Tonic trinken und kein Cyborg werden.

   

Neben dem Schweizer Rübenzucker finden sich im Ihrem Tonic Auszüge eines weiteren, in der Schweiz beheimateten Gewächses. Es handelt sich hierbei um die Wurzel des gelben Enzians. Enzianwurzel ist dafür bekannt, eine intensive Bitternote zu haben. Wie kam Ihnen der Gedanke, gerade diese Wurzel für das Tonic Water zu verwenden?

Ich suchte nach einem lokal produzierten Bitterstoff und fand die gemäß einigen Quellen «bitterste Pflanze der Welt» im Schweizer Jura.

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Was ist das Besondere an dem Aroma des gelben Enzians und warum wollten Sie auf dieses Aroma in Ihrem Tonic nicht verzichten?  

Die Urtinktur, welche wir verwenden, ist ein Mazerat, das von einer Heilkräuterfirma im Appenzellischen hergestellt wird. Der dafür benötigte Enzian wächst im Schweizer Jura und wird von einem älteren Herrn ausgegraben, der dafür eine Genehmigung hat. Wie ich vernommen habe, wird für ihn derzeit ein Nachfolger gesucht, interessierte Bewerber mögen mit mir in Kontakt treten … Das Aroma vom Gelben Enzian erinnert in seiner abgeschwächten Form an Süßholz, das auch in vielen Gins zu finden ist. Die bittere Wurzelnote stützt zeitgenössische, subtile Gins in ihrer Aromatik und lässt dem Ausdruck der verwendeten Botanicals ihren Platz. Gents ist damit ein diskretes Tonic, das eigens für die modernen Craft Gins konzipiert wurde. Und mit der Lancierung 2012 war es eines der ersten seiner Art.

 

Wie wir erfahren haben, kommen fast alle Zutaten in Ihrem Tonic aus Ihrer Heimat, der Schweiz. Bei den Zitronen haben Sie sich für sizilianische Zitronen entschieden. Wussten Sie von Beginn an, dass Sie Zitronen aus Sizilien verwenden möchten oder haben Sie zuvor mit verschiedenen Zitronen experimentiert? Was ist das Besondere an den sizilianischen Zitronen? 

Interessant ist vor allem das Aroma, welches mein Grundstoffhersteller aus den Zitronen erzeugt. Es hat einen nostalgischen Charakter und erinnert an «Citro»-Getränke, wie sie viele Schweizer in ihrer Kindheit konsumiert haben. Es ist ein proprietäres Rezept und das Aroma ist nur bei diesem Hersteller erhältlich.

 

Interessant ist auch, dass die Zitronen aus Sizilien kommen, das Zitronenaroma selbst jedoch in der Schweiz gewonnen wird. Warum haben Sie sich für diese Verfahrensweise entschieden? Ist es Ihnen wichtig, dass Ihr Produkt ein authentisches Schweizer Produkt ist?

Mein Grundstoffhersteller importierte noch zu Beginn meines Projekts jeden Februar 30 Tonnen Zitronen und verarbeitete sie in einer haushohen Maschine zu Raspel und Saft. Der Raspel wird für das Aroma verwendet. Dieser Vorgang ist jedoch unter Schweizer Bedingungen zu teuer geworden und musste leider nach Italien ausgelagert werden.

 

Ein Start Up zu gründen und aufzubauen, erfordert viel Mut, Geduld und Engagement. Natürlich bedeutet es auch immer sehr viel Arbeit. Sie haben mit dem Sensoriker Patrick Zbinden, dem Spitzenkoch Ralph Schelling und dem Barmanager Markus Blattner zusammengearbeitet. Was war die Besonderheit an dieser Kombination von Kennern der Branche? Wie konnten Sie gerade durch diese Personen bei der Entwicklung der Rezeptur Ihres Tonics unterstützt werden?  

Das sind alles Kontakte aus meiner Zeit als Kulinarikjournalist, die zu guten Freunden geworden sind. Wobei ich Patrick Zbinden schon aus meiner Zeit beim Schweizer Militär kannte.

 

Rückblickend betrachtet: Worin bestand die größte Herausforderung in der Gründung Ihres Unternehmens und würden Sie diesen Weg erneut beschreiten?  

Die größte Herausforderung ist das Wachstum, jeden Tag. Es ist eine der Zwickmühlen der Wirtschaft, dass man offenbar immer wachsen muss, obwohl ständig von der Nachhaltigkeit die Rede ist. Ob ich es nochmal machen würde? Ja. Aber der Aufwand ist beträchtlich und es braucht stoische Ruhe gegenüber Missgeschicken und Hindernissen.

 

Nach einem Blick in die Vergangenheit möchten wir abschließend auch noch kurz in die Zukunft schauen. Es gibt bereits neben dem klassischen Tonic, ein Bitter Lemon und ein Ginger Ale von Gents. Sind weitere Projekte geplant, wie zum Beispiel die passenden Spirituosen zu Ihren Produkten oder weitere Softgetränke? 

Die beiden Schwesterprodukte sind in der Schweiz ganz ordentlich verankert und weisen ein hübsches Wachstum auf im Jahr 2016. Zusätzlich kam noch das Gents Swiss Craft Ginger Brew hinzu, meine Interpretation des Themas Ginger Beer. Es enthält einen Anteil frischer Bierwürze, um die Fermentationsnote zu liefern, welche jedes Ingwergetränk unter dem Namen «Beer» haben sollte. Weil es nicht wirklich vergoren wurde, habe ich es «Brew» genannt. Es basiert jedoch auf einer, von mir entwickelten Rezeptur, für die ich im Sommer 2015 eine ganze Reihe Flaschen in die Luft sprengte, weil die Gärung des hausgemachten Ingwerbiers außer Kontrolle geriet. Mein Ginger Brew ist das Produkt, welches einem selbst gebrauten Ingwerbier am nächsten kommt. Für Fans und für mich selbst habe ich außerdem den Vermouth de Gents produziert und fülle die Batches jeweils eigenhändig ab.

 Interview-Gents-_-Blog-Bild-2

Vielen Dank für Ihre Zeit und die Möglichkeit etwas tiefer in die Welt von Gents Swiss Tonic Water abzutauchen. 

 

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