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Brennanlagen und Brennverfahren Teil 1 - Das Pot Still Verfahren

Vor einiger Zeit haben wir uns hier im Blog von Lion-Spirits mit den Brennrechten in Deutschland und der Herstellung von Destillaten beschäftigt.  Gerade in Süddeutschland gibt es noch viele Abfindungsbrennereien und Grundstücke, die über ein Brennrecht verfügen. 
Der Brennvorgang ist eine Wissenschaft für sich und die Wahl des passenden Brennkessel entscheidet über den Erfolg eines Produkts.

Kurz gesagt ist die Destillation das Trennen von Wasser und alkoholischen Lösungen. Dies ist verhältnismäßig einfach, da Alkohol bereits bei 78°C siedet und Wasser erst bei 100°C. Das ist eigentlich auch schon das wichtigste, was in einer Destillationsanlage passiert, doch wird das Ergebnis von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst und kann von ungenießbarem Sprit bis hin zu harmonischen und weichen Bränden reichen. 
Zu den entscheidenden Faktoren gehört unter anderem: die Art der Destille, die Art der Erhitzung der Maische sowie die Anzahl der Brennvorgänge. 

Heute möchten wir einen kleinen Blick auf verschiedene Brennanalgen werfen und die damit verbunden Brennverfahren erläutern.
Viele Brenner schwören auf Anlagen eines bestimmten Herstellers, da diese besondere Eigenschaften haben. Im Folgenden soll es jedoch nicht um die verschiedenen Hersteller gehen, sondern um einen Überblick im Allgemeinen. Die gewählte Brennanlage gibt auch den Brennvorgang vor, beziehungsweise, je nachdem, welcher Brennvorgang angewendet werden soll, muss die richtige Anlage ausgewählt werden.

Die verbreitetsten Brennverfahren sind, das Säulenbrennverfahren (Column Still) und das Pot Still Verfahren. Diese Verfahren unterschieden sich grob gesehen durch die Einteilung in kontinuierliche- und diskontinuierliche Brennverfahren. Wie die Namen schon erahnen lassen, handelt es sich beim kontinuierlichen Verfahren, um einen Brennvorgang, der ununterbrochen und kontinuierlich abläuft. Es wird kontinuierlich neue Maische in die Column Still eingebracht.

Blog-Brennanlagen-1

Unter diskontinuierlichem Brennverfahren versteht man das Brennen mittels des Pot Still Verfahrens, da hier während des Brennprozesses keine weitere Maische im Brennkessel zugeführt werden kann und daher kein dauerhafter Betrieb möglich ist.

 

In diesem ersten Teil des Exkurses in die Welt der Brennanlagen soll es um die Methode des Pot Still Verfahrens gehen. 

Pot Still Brennverfahren: diskontinuierliches Brennen

Für diese Methode werden Brennanlagen im Pot Still Stil verwendet, die meist aus Kupfer gefertigt werden. Den Namen verdankt das Verfahren den Brennkesseln, die ausladende Brennblasen haben und oben eng zusammengehen, daher an einen Topf (eng.: Pot) erinnern. Die Größe der Brennkessel variiert von Destille zu Destille und hängt von der zu produzierenden Menge Alkohol und der Menge der zur Verfügung stehenden Maische ab. 

Brennanlage-Blog-Bild-2

Es kann hier mit direkter oder auch indirekter Hitze gearbeitet werden. Unter direkter Hitze versteht man, die Wärmequelle als Flamme, die direkt unter der Brennblase platziert ist. Die Hitze der Wärmequelle kann direkt die im Brennkessel enthaltene Maische erwärmen. Nachteil ist hier, dass die Wärme sehr punktiert und konzentriert auf einen Teil der Brennblase einwirkt. So kann es dazu kommen, dass die Maische nicht gleichmäßig erhitzt wird oder an manchen Stellen anbrennt.  Bei der Destillation mit indirekter Hitze wird meist ein Wasserbad erhitzt, um die Brennblase entweder direkt im Wasserbad zu platziert oder nur der Wasserdampf unter den Brennkessel zu leitet. 
Diese Methode ist schonender und sanfter, da die Maische gleichmäßiger erhitzt wird und auch ein Anbrennen der Maische verhindert wird. 

Nachdem die Maische auf die entsprechende Temperatur (ca. 78°C) aufgeheizt wurde, steigt der Alkoholdampf, über den für diese Art der Destille typischen "Schwanenhals" in den Kondensator. 
Dort wird der Dampf heruntergekühlt, vom gasförmigen Zustand wieder in einen Flüssigen überführt, um dann als Alkohol auszutreten. Das Endprodukt besteht aus einem Vorlauf, dem Brand und dem Nachlauf. Vorlauf und Nachlauf sollten nicht getrunken werden da hier noch giftige Stoffe wie, Methanol, Acetaldehyd und Ethylaceta enthalten sind. 

Um hochwertige und feine Brände zu erhalten, werden meist zwei Pot Stills hintereinander geschaltet, um die Spirituose doppelt zu destillieren. So können Brände mit feineren Aromen und einem höheren Alkoholgehalt hergestellt werden.  Bei dieser Methode wird dann vom Rohbrandkessel und dem Feinbrandkessel gesprochen. Durch die Form des Rohbrandkessels lassen sich auch Aromen und Geschmack des Endproduktes beeinflussen. Ist der Rohbrandkessel lang und schlank, so erhält man ein weiches Destillat. Ist der Rohbrandkessel im Gegensatz dazu eher kurz und gedrungen, erhält man ein kräftiges und intensives Endprodukt. 

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Bei der Ginproduktion verwendet man einen Aromenkorb im Brennhafen. In dem Metallkorb befinden sich die Botanicals. Der Korb wird mitten in den Brennhafen gehängt - oberhalb der Maische. Steigt der Alkoholdampf auf, dringt er durch den Korb und nimmt die Aromatik der Botanicals auf. Diese Methode hilft die Aromen schonender aus den Botanicals zu lösen und führt somit zu einem feinen, nuancierten Endprodukt.

Durch das diskontinuierliche Brennverfahren eignet sich das Pot Still Verfahren nur eingeschränkt zur Massenproduktion, denn nach jedem Brennvorgang muss der Brennkessel geleert und gesäubert werden. Durch den hohen Arbeitsaufwand wird, in der industriellen Herstellung von Alkohol, meist auf das Säulenbrennverfahren gesetzt.
Warum sich die Column Still bei Produktion von großen Alkoholmengen etabliert und durchgesetzt hat werden wir in der nächsten Woche unter die Lupe nehmen.

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